Fangesänge anderer Art

Man stelle sich vor:

Ihr schreitet ins Büro und sofort erklingt aus den Mündern eurer Arbeitskollegen folgender Chorgesang:

[Dein Name] - ooh-ooooooooh, [Dein Name], ooh-oooh-oooh-oooh.

Die dazugehörende Melodie ist aus Fussballstadien oder Eishockeyarenen - überall halt, wo es Fangesänge gibt - bekannt.

Die ersten paar Male wundert ihr euch nur. Werden die Gesänge weiter gesungen oder gar ritualisiert, so bittet ihr eure Arbeitskollegen freundlich, diese Gesänge zu unterlassen. Irgendwann bittet ihr sie nicht mehr so freundlich und ihr wendet zur Untermalung dieser Bitte einschlägige Gesten an. Dann versucht ihr die Anwendung der Ignoriermethode, die jedoch nicht fruchtbar ist. Und irgendwann ist es so weit, dass ihr schon auf 180 seid, wenn ihr ins Büro tretet und ‘es’ wieder hört. Ihr seid nahe daran, zu explodieren. Dass die Arbeitskollegen zwischendurch auch ein “Hevenu Shalom Aleichem” klingen lassen, macht die Sache nicht besser.

Nur noch 10 Arbeitstage.

Dresscode

Heute ist der grosse Tag, wo wir uns, wie hier bereits angetönt, einer neuen Sportart widmen. Nun ist es so, dass ich ansonsten mit Vorliebe irgendwelchen Bällen nachrenne oder dann auf Sportarten zurückgreife, wo man sich von A nach B bewegt. Zur Ausübung dieser Sportarten bin ich bestens ausgerüstet und verfüge über adäquate Outfits.

Nun verhält es sich aber mit Pilates anders: Weder ist ein Ball involviert, noch bewegt man sich gross vom Fleck. Man stählt, ganz im Gegenteil, auf einer Matte liegend seine tiefe Muskulatur mit gemeinen kleinen Bewegungen. Da ich nicht über fitnessstudiotaugliche, enge, sexy Tussi-Kleidung verfüge, stellt sich jetzt die grosse Frage:

Was ziehe ich an?

Eigentlich wollte ich auch noch irgendwo die Tatsache einbringen, dass wir die ganzen Anstrengungen unter den Fittichen unseres neuen Personal Trainers machen werden. Aber irgendwie hat sich das nicht ergeben.

Kampf dem Spam

Dem verregneten Sonntag sei Dank:

Heute habe ich den Upgrade der Software des Scanblogs auf die neuste Version vorgenommen. Es scheint alles wunschgemäss geklappt zu haben.

Wie die neue Software aussieht und was sie bietet, war für einmal zweitrangig, viel wichtiger war, dass es mit der neuen Version problemlos möglich ist, ein sinnvolles und wirksames Anti-Spam-Addon zu installieren. Ich war nämlich kurz davor, wahnsinnig zu werden, weil ich die ungefähr 200 Spam-Kommentare am Tag entweder nur halbautomatisch löschen konnte oder gar von Hand eingreifen musste. Spam für Spam einzeln zu löschen, passt aber irgendwie nicht in mein Zeitmanagementkonzept.

Aufgrund meiner ungefähr zehnminütigen Erfahrung mit dem Tool kann ich sagen: Es scheint zu funktionieren. Die ersten Übeltäter wurden bereits erfolgreich geblockt. Hoffentlich bleibt das so.

Schlechtes Timing

Manchmal packt mich - wie so viele Frauen - das unbedingte Bedürfnis nach sofortigem Shopping. Ganz besonders dringend meldet sich dieses Bedürfnis jeweils an Tagen, an welchen dieser Wunsch nicht erfüllbar ist. Weil die Läden früher schliessen, so wie heute, vor einem Feiertag oder so wie regelmässig zu Gelegenheiten wie Knabenschiessen und Sechseläuten.
Mein Unterbewusstsein scheint eine sparsame Ader zu haben.

10 neuzeitliche Gebote

Ich wurde von hier und hier mit einem Stöckli beehrt. Und weil es sich hierbei nicht einfach um einen dahergeflogenen Koffer Prügel handelt, sondern um ein ernsthaftes Stück Holz, habe ich mir richtig Mühe gegeben.

  1. Lerne, über dich selbst zu lachen.
  2. Teile dich mit. Und zwar, bevor du kurz vor dem Explodieren bist.
  3. Merk dir, dass niemand von dir erwartet, dass du aussiehst wie ein Supermodel und die Leistung einer Nobelpreisträgerin bringst. (Das erwartest höchstens du selbst).
  4. Geh ab und zu alleine ins Kino.
  5. Mach öfters etwas, was du noch nie getan hast.
  6. ‘Man’ muss nichts.
  7. Gehe dann zum Fotographen, wenn du gerade findest, dass du gut aussiehst und nicht dann, wenn du dringend Passfotos brauchst.
  8. Gib immer dein Bestes, aber lerne damit umzugehen, dass dein Bestes manchmal nicht gut genug ist.
  9. Sei neugierig, aber erwarte nicht auf all deine Fragen eine Antwort.
  10. Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten.*

Und ich könnte noch ewig weiter…und nun nehmen mich die Gebote von Frau Caro und Frau Seenia wunder.

* von Sepp Herberger

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