Empirische Forschung am lebenden Objekt

Bereits beim letzten Verwandtenbesuch wurde von den beteiligten Eltern festgestellt: “Cousine und du, ihr gleicht euch irgendwie.”

Die sich heute bietende Chance zur Weiterverfolgung dieser offenbar äusserst spannenden empirischen Forschung am lebenden Objekt wurde prompt genutzt und um einige Kapitel angereichert.

Kapitel Grösse

“Wie gross bist du?….Nein, stellt euch mal Rücken an Rücken auf.”

Es kann festgehalten werden: Ich bin ein bisschen grösser als Cousine.

Kapitel Profil

“Oh…(erstaunte Pause)…stellt euch noch nebeneinander im Profil auf….(begutachtender Blick)…ja, ihr habt im Profil genau die gleiche Nase.”

Womit wir auch dies festgehalten hätten. Wobei ich dieser Information immerhin noch einigen Nutzen abgewinnen konnte. Die gefühlte Länge meiner Nase bewegte sich in meinem Empfinden immer in Richtung Pinocchio. Nun, da ich meine Nase in Cousines Gesicht begutachten konnte, weiss ich: die ist ja ganz normal.

Eigentlich…

…wüsste ich schon, was schreiben. Aber ich bin am Abend einfach zu müde momentan. Sorry.

“Sie, Frölein”,…

…sprach der Mann im Tram zu Frau Frei, “Ihre Märzentüpfli, die Sie da so haben, die sind ja so herzig!”

Über Hosen

Frau Frei hat eine Abneigung, Hosen zu kaufen, weil Hosen einfach nicht für Frau Frei gemacht sind. Wenn es hier nicht kneift, lottert es dort und wenn es dort sitzt, dann kneift es hier.
Da Frau Frei aber in ihrem neuen Job einen einigermassen seriösen Eindruck hinterlassen möchte, zumindest anfänglich, war sie gezwungen, dennoch loszuziehen und neue Hosen zu besorgen, die auch während tropischen Phasen ein Dasein ohne akute Hitzschlaggefahr erlauben.

Der Herr Jung, der mit Gardemassen gesegnet ist und von Hosenproblemen keine Ahnung hat, hat Frau Frei in Laden xy geschickt und darauf hingewiesen, dass dort Hosen für sie bereitliegen würden, was Frau Frei mit einem milden Lächeln quittierte, den Vorschlag aber vorsichtshalber dennoch beherzigte. Erstaunlicherweise war es aber tatsächlich so, dass Frau Frei innert Kürze im Besitze von vier neuen Hosen war. Noch erstaunlicher dabei war, dass sich darunter auch eine Jeans befand, denn diese Sorte Hose macht Frau Frei das Leben besonders schwer.

Genau, die Jeans passt überhaupt nicht ins seriöse Kaufkonzept. Dafür passt sie sonst.

Die guten alten Zeiten

Nein, über meinen neuen Job habe ich nichts zu klagen - ich denke, er wird mir, sobald ich etwas an Überblick gewonnen habe, viel Spass machen.

Die guten alten Zeiten wünschte ich mir gerade jetzt anderweitig:
Kurzfristig wünsche ich mir, ein verheirateter Mann in den 60-er-oder-so Jahren zu sein, der nach getaner Arbeit heimkommt, von seiner Frau die Pantoffeln hingestellt kriegt, sich zeitungslesend auf’s Sofa wirft und ein Bier serviert bekommt. Gleichzeitig stellt sie das liebevoll angerichtete Nachtessen bereit. Nach dem Essen räumt sie alles weg und massiert ihm schliesslich vor dem Fernseher den Nacken. Bis er sich ins Bett legt, krümmt er keinen Finger mehr.

Weil ich mir solche Zustände als moderat-emanzipierte Frau aber nicht ernsthaft wünschen kann, vergessen wir es doch einfach wieder. Was ich eigentlich sagen wollte: ich bin müde!

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